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Es werden Posts vom Oktober, 2024 angezeigt.

ist das jetzt schon zeitgemäß, oder noch nicht wieder vorbei

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wir starrten gebannt auf die Kuratoren. Die mit immer verzweifelteren Maßnahmen um die Rückgewinnung der Kontrolle rangen. Die kategorisierten, shadowbannten, den Zugriff auf die internen Suchen verweigerten und zunehmend kommentarlos löschten. Die Maschinisten indes gaben sich unbeeindruckt. Zumindest mehrere Dutzend KI-generierte Werke mussten täglich erzeugt und abgesetzt werden. Ein entzogenes Konto wurde umgehend durch zumindest zwei neue Identitäten abgelöst. Die Kurse bröselten. Neue Armeen aus uns nicht geläufigen Zeitzonen wurden rekrutiert und geschult. Ihnen fiel die Aufgabe obheim, alles -und auch wirklich alles- anzusehen und durchzulesen. Entscheidungen zu treffen. Die unerwünschten Inhalte zu markieren und zur Entfernung freizugeben. Ein Wettlauf um die Zeit begann. Würde es den Kuratoren gelingen, die immensen Personalkosten der neuen Entscheider rechtzeitig aufzufangen und die von ihnen generierten Daten in eine neue Super-KI zu überführen? Avatar Ablösung   Avatar...

ich will nicht Teil eines Recherchenetzwerks sein

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nachweislich waren alle Meetings gefälscht, sämtliche Reactions in den Kommentaren von einer lustlosen KI verfasst und jeder Like heuchlerisch gewesen. Die Livestreams, die ihn angeblich in seiner muffigen Arbeitskammer im vergitterten Kellergeschoss zeigten, wurden tatsächlich via Starlink aus einem tropischen Armutsparadies gesendet, soviel stand mittlerweile fest. nicht Teil des Netzwerks, nie Notizbuchbild, Redbubble.

schlechte Aussicht, miserable Einsicht

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wir zogen in die herausragendste Platte unseres schäbigen Vororts. Sie maß neun Stockwerke , mit jeweils vier Fenstern. Aus jedem dieser Fenster schaute einer von uns fahl und dumm auf die äußere Welt hinaus. Ganz oben auf dem flachen Dach war ein überlebensgroßes, beispielhaftes Billboard angebracht, als ein für alle sichtbarer Nachweis unserer Fahl- und Rausschauheit (sah dumm aus). Avatare, der Storefront auf Teepublic Wir konnten mit Shirts und Bechern schmeißen, uns die spitzen Nadeln der Pins in die Schädel stechen oder uns mit den eigens für uns bedruckten Dekokissen ersticken, aber dieses eine nicht: auch nur irgendwem, der unten vor dem dunklen, reich betaggten Sockel stand, erzählen, dass er hier auch nur einen einzigen Döner bekommen könne.